direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

MPLS20 - Maritime Pipe Loading System 20''

Teilprojekt: Hydrodynamische Kopplung von LNG-Tankern und Offshoreterminals im Seegang

Prof. Dr.-Ing. Günther Clauss, Dipl.-Ing. Daniel Testa

Lupe

Ziel des Gesamtvorhabens ist die Entwicklung eines LNG Offshore-Verladesystems, mit dem Flüssiggas im Seegang von einer verankerten Verladestation an einen Tanker übergeben werden kann. Das zu entwickelnde Übergabesystem besteht aus einer flexiblen Edelstahlwellrohrleitung, einem Annäherungs- und Hantierungssystem (AHS) sowie der Anschluss- und Kupplungstechnik.

Für die erfolgreiche Entwicklung der genannten Komponenten ist eine detaillierte hydrodynamische Analyse unter Berücksichtigung der hydrodynamische Kopplung (Wechselwirkungen zwischen Verladestation und Tanker) notwendig. Die gewählten Strukturen und Konfigurationen werden im Seegang untersucht, um Kenntnisse über die zu erwartenden Bewegungen und Kräfte zu erlangen. Diese sind für die Auslegung und Konstruktion der Annäherungs- und Kupplungstechnik sowie der Wellrohre von entscheidender Bedeutung. Die gewählte Konfiguration wird optimiert, um die Bewegungen und Kräfte zu minimieren. Schließlich werden durch stochastische Analysemethoden die Einsatzgrenzen des Systems für eine gewählte Lokation in der Nordsee bestimmt, woraus sich die Ausfallzeiten und somit die Wirtschaftlichkeit des Systems ergibt.

Die hydrodynamische Analyse beinhaltet Untersuchungen im Frequenz- und Zeitbereich. Frequenzbereichsanalysen bzw. die resultierenden Übertragungsfunktionen der Bewegungen (RAOs) sind die Basis für eine umfassende Untersuchung des Systems einschließlich der Ermittlung der Einsatzgrenzen. Hierfür kommt das Programm WAMIT (Wave Analysis at Massachusetts Institute of Technology) zum Einsatz, welches für die Untersuchung von Mehrkörpersystemen hervorragend geeignet ist. Kausale Zusammenhänge zwischen Welle und Strukturbewegung können jedoch ausschließlich durch Untersuchungen im Zeitbereich identifiziert werden.

Für die transiente, instationäre Analyse von Mehrkörpersystemen steht kein geeignetes Programm zur Verfügung. Aus diesem Grund wird ein zentraler Arbeitsschritt an der TU Berlin die Entwicklung eines Verfahrens zur Transformation von Ergebnissen aus dem Frequenzbereich in den Zeitbereich sein. Damit steht ein schnelles und effektives Verfahren zur Analyse von Mehrkörpersystemen in beliebigen Wellenzgen zur Verfügung. Die Entwicklung des numerischen Modells beinhaltet auch die Berücksichtigung der Wechselwirkung zwischen freier Flüssigkeitsoberfläche in den Tanks und den Schiffsbewegungen. Für die Validierung des zu entwickelnden Verfahrens sind Modellversuche unverzichtbar und bilden daher einen weiteren Schwerpunkt dieses Teilvorhabens.

Lupe
Lupe

Projektpartner: Nexans Deutschland GmbH, IMPaC Offshore Engineering GmbH, Brugg Rohrsysteme GmbH

Förderung: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Laufzeit: 01.10.2007 - 31.06.2011

www.MPLS20.de

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe