direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

LaSSe - Lasten auf Schiffe im Seegang

Prof. Dr.-Ing. Günther Clauss, Dipl.-Ing. Sascha Kosleck

Wiederholt geraten Schiffe in schwere See und erleiden Schäden an Ladung und Schiffsstruktur, wobei die Gefährdung von Passagieren, Besatzung und Ladung erheblich ist. In dem Forschungsvorhaben SinSee wurde eine Simulations- und Versuchsmethodik entwickelt, mit der das Kenterverhalten und Biegemomente im extremen Seegang untersucht wurden.
Schiffsunglücke der letzten Monate haben weitere wichtige Schadens-Szenarien aufgezeigt, die in diesem neuen Forschungsvorhaben LaSSe gezielt untersucht werden sollen:

  • Lokale und globale Schäden infolge von lokalen Wellendruckbelastungen
  • Schäden an Ladung und Passagieren im Zustand des Quertreibens, z. B. bei Ausfall der Hauptmaschine


Dazu soll die erfolgreiche Kooperation zwischen der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG), der Hamburgischen Schiffbauversauchsanstalt (HSVA), OceanWaveS (OWS), der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) und der Technischen Universität Berlin (TUB) fortgesetzt werden.

Das Teilvorhaben der TUB beinhaltet im wesentlichen drei Hauptziele:

  1. Simulation und Genereierung extremer Wellengruppen zur Untersuchung quertreibender Schiffe im Wellenkanal
  2. Entwicklung eines Prognoseverfahrens auf Basis nicht-linearer Wellenausbreitung, das aus Radarmessungen die Gefährdung von extremen Einzelwellen und Wellengruppen am Schiff vorhersagt
  3. Entwicklung und Implementierung eines Verfahres zur Vorhersage von Druck- und Geschwindigkeitsfeldern in Oberflächennähe steiler Wellengruppen als Grundlage zur Simulation von globalen und lokalen Belastungen an Aussenhaut, Propulsions- und Steuerorganen des Schiffes im Seegang


Zur Umsetzung wird auf Versuchsergebnisse des Vorgängerprojektes zurückgegriffen. Zusätzlich werden neue Versuchsreihen gemeinsam mit der HSVA durchgeführt. Die Prognoseverfahren von Extremwellen werden in Zusammenarbeit mit dem Projektpartner OWS entwickelt, der die Radarmessungen liefert. Die Ergebnisse der Untersuchungen von Druck- und Geschwindigkeitsfelder fließen direkt in die Manöver- und Seegangssimulationsverfahren der Projektpartner FSG und TUHH ein. Durch die enge Verzahnung und gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit ist die maximale Ausnutzung des Spezialwissens der einzelnen Partner gewährleistet.

Lupe

Projektpartner: OceanWaveS, Flensburger Schiffbau-Gesellschaft, Technische Universität Hamburg-Harburg, HSVA Hamburgische Schiffbau-Versuchsanstalt

Förderung: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Laufzeit: 01.01.2006 - 30.06.2009

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe