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TU Berlin

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Extreme Seas – Safe Design of Ships in Extreme Seas

Prof. Dr.-Ing. Günther Clauss, Dipl.-Ing. Marco Klein

Lupe

Aufgrund von Beobachtungen, Messungen und Schiffsunfällen in den letzten Jahren ist die Existenz von Extremwellen unbestreitbar. So wurde zum Beispiel die Draupner Plattform, eine in der Nordsee liegende norwegische Jacket-Plattform, am 1. Januar 1995 von einer riesigen 26m hohen Welle getroffen. Des Weiteren gibt es detaillierte Berichte über Schiffsbeschädigungen und Beinahekatastrophen („Queen Elizabeth 2“ – 1995, „Caledonia Star“ – 2001, MS „Bremen“ – 2001, „Explorer“ – 2005, „Voyager“ – 2005, „Norwegian Dawn“ – 2005), sowie Schiffskatastrophen mit gravierenden Folgen für die Umwelt („Erika“ – 1999, „Prestige“ – 2002, MSC „Napoli“ – 2005). Diese und weitere Ereignisse zeigen, dass die Gefahr, die von den Extremwellen ausgeht, nicht unterschätzt werden darf, da es immer wieder vorkommen kann, dass Schiffe in schwere See geraten und dabei kritische Situationen überstehen müssen.

Das EU Forschungsvorhaben „EXTREME SEAS“ beschäftigt sich unter anderem mit der Kategorisierung, dem Entstehungsprozess und der Häufigkeit von Extremwellen. Außerdem werden das räumliche und zeitliche Ausbreitungsverhalten solcher Wellen untersucht und deren Wirkung auf schwimmende Strukturen. Dafür lässt sich das Forschungsvorhaben in zwei Kerngebiete untergliedern. Auf der einen Seite werden neue mathematische Modelle für die Vorhersage, Ausbreitung und die Auswirkungen solcher Extremereignisse entwickelt. Auf der anderen Seite werden Modellversuche in verschiedenen Wellenkanälen durchgeführt um die theoretischen Ergebnisse validieren zu können.

Ziel dieses Vorhabens ist es, neue Methoden und Tools für die Bewertung der Schiffssicherheit im Entwurfsprozess beim Schiffsneubau zu entwickeln.

Das Teilvorhaben der TUB umfasst folgende Aufgaben:

  1. Generierung von irregulären Seegängen mit eingebetteten Extremwellen
  2. Messung der räumlichen Ausbreitung von Extremwellen
  3. Messung der Kinematik und Dynamik in Extremwellen
  4. Anfertigung von 2 Schiffsmodellen
  5. Modellversuche in irregulären Seegängen mit dem Ziel, die Bewegungen und Belastungen (global: Biegemomente; lokal: Druck) zu ermitteln
  6. Auswertung und Aufbereitung der Messergebnisse und Übergabe an die Projektpartner
Lupe

Projektpartner: Det Norske Veritas, Instituto Superior Tecnico, Germanischer Lloyd, Meteorological Institute, Universita di Torino, Institute of Applied Physics, Canal de Experiencias Hidrodinamicas de El Pardo, Meyer Werft, Estaleiros Navais Viana de Castelo

Förderung: EU

Laufzeit: 01.09.2009 - 31.08.2012

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